Mülldetektive

Die: „Mülldetektive“ sind dem Müll auf der Spur!

Weisenheim am Sand: Die Klasse 1b von der Grundschule in Weisenheim am Sand besucht das Ludwigshafener Müllheizkraftwerk

Für viele Kinder ist es schon eine spannende Angelegenheit, wenn die Müllabfuhr die Tonnen leert.
Doch wenige wissen, wie es dann mit unserem Müll weitergeht.
Dem wollte die Klasse 1b aus der Grundschule in Weisenheim
am Sand auf den Grund gehen und sich das in dem Müllheizkraftwerk in Ludwigshafen am Rhein genauer anschauen. Nun wissen die Kinder der Klasse 1b genau, was mit unserem Müll passiert.
Im Müllheizkraftwerk in Ludwigshafen, dessen Betreiber die GML (Gemeinschafts- Müllheizkraftwerk Ludwigshafen

GmbH) ist, betreut das Umweltbüro UDATA aus Neustadt an der Weinstraße Führungen vor Ort und vermittelt im Auftrag der GML, die Zusammenhänge der Müllbeseitigung und Verwertung. Frau Krieger, eine Angestellte des Büros vermittelte den Kindern viel Fachwissen und begleitete die Gruppe kompetent und engagiert durch den Tag.
„Ihr dürft nun den Müll suchen gehen.“ Kaum war der Satz von Frau Krieger ausgesprochen, rannten die 21 Kinder auf das Freigelände und spürten rasch die 30 Karten auf, auf denen die verschiedenen Müllarten abgebildet waren.

Im Anschluss galt es, den gefundenen „Müll“ zu sortieren. Hierbei stellte sich dar, dass viele Kinder schon sehr fit sind, was das Thema „Recycling“ angeht. Als die Frage gestellt wurde: „Warum sammeln wir denn zum Beispiel Papier?“, wussten viele Kinder die Antwort: „Da kann man neues Papier daraus machen.“

Seit November 2017 befassen sich die „Mülldetektive“ (Emma, Nadja, Leon, Manuel, Rasmus, Hannah, Suvi und Till) umfassend mit dem Thema Müll und Recycling im Rahmen der Projektarbeit von Frau Hohmann, welche sich im letzten Ausbildungsjahr zur Erzieherin befindet. Da die Gruppe für eine Führung zu klein war, durfte die Klasse 1b zu dem Ausflug mitkommen. Nachdem die letzten Fragen beantwortet waren, zogen sich die 21 Kinder die Sicherheitswesten und Helme an und begaben sich zum Müllheizkraftwerk.

Es ging vorbei an wartenden Müllautos zu der ersten Station: Dem Müllbunker, wo gerade ein LKW den Müll ablud. Die Kinder staunten über die Greifer, welche den Müll über einen Trichter in den Verbrennungsofen geben, wo er dann verbrannt wird. Die Kinder bekamen im Anschluss die Gelegenheit, die Kranführer in ihrer Krankanzel hoch oben über dem Müllberg, von wo aus die vollelektronisch gesteuerten Greifer bedient werden, zu besuchen.

Den Höhepunkt bildete der Blick in den Ofen, in dem jährlich ca. 200.000 Tonnen Restmüll verbrannt werden. Im Anschluss ging es wieder zurück in das Freilandklassenzimmer. Hier befindet sich unter anderem ein Terrarium, in dem Stabschrecken leben. Anhand dieser Insekten, wurde den Kindern erklärt, wie Humus entsteht.

Wenn die Stabschrecke frisst und die Nahrung verdaut hat, scheidet sie Kot aus, der mit den Blättern und Eierschalen (die ebenfalls auf dem Terrariumboden liegen), durch die dort ansässigen Bodenorganismen zu wertvollem organischen Dünger zersetzt wird. Wer mutig genug war, durfte die Stabschrecke auf die Hand nehmen.
Zum Abschluss des informationsreichen Tages durfte die Klasse ihr heute erlerntes Wissen in einem spannenden Test unter Beweis stellen.